Werkverstehen - Jochen Wieland Kollodiumfotografie

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Werkverstehen

,,Werkverstehen"

zur Eröffnung der Ausstellung
Schloss Ellingen am 21. Juli 2017

Jochen Wielands Fotografie hat etwas Therapeutisches. Ein Bild ist wie hunderte übereinandergelegte Fotos aus derselben Perspektive. Und das heißt immer: die Relation zwischen dem Objekt und der Ruhe der Betrachtenden.
Ein hoher Lichtblitz, intensive Berührung des Modells, wie von innen leuchten die Körper und geben die Reaktion frei zwischen Bildplatte und Objekt. Objektiv ist einzig die vorbehaltlose Durchlässigkeit des Lichts durch die Linse. Jochen Wieland erreicht so Tiefenstrukturen in Formen und Inhalten seiner Modelle, die ein neues Betrachten, ein genaueres (Wieder-)Hinsehen freisetzen. So wie wir bei einem Menschen, den wir lieben, nicht müde werden, immer wieder hinzuschauen, auch wenn es uns schwer fällt.
Aber eben daran sehen wir, wie viel uns ein Mensch oder eine Sache bedeuten mag. Und dieses Hinsehen, dieses Bedeutsamwerden, lehrt uns Jochen Wieland, nicht von oben herab, sondern eher wie ein Dienender. ,,Schaut nicht weg!“, ,,Bleibt neugierig!" ,,Gebt Euch niemals auf!“ ,,Bleibt in Eurer Hinwendung immer auf Euch bezogen!“  ‒ Dies könnten Wieland-Zitate sein, sind sie aber nicht, weil er sein Werk nicht kommentieren mag. Es ist einfach da, uns zum Freund überlassen, so wie wir das Leben auch eher vorfinden als dass wir es  ‒ allem Fortschrittsglauben zum Trotz ‒ selbst herstellen könnten. Aber wir können sein Wachsen fördern, sein Gedeihen behüten, sein Werden und Vergehen zärtlich umarmen . . .

. . . große Vorfreude auf Ihr Feedback sei hier schon mal zugegeben . . .

. . . und jetzt genug der Worte:
Viel Spaß und Freude, Zeit und Muße beim Betrachten!



 
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